Kreis-Schüler-Meisterschaften in Bad Camberg

Bei tropischer Hitze und Sonne pur fanden die diesjährigen Kreis-Schüler-Meisterschaften in Bad Camberg bereits vor den Sommerferien statt. Wegen der Temperaturen von weit über +30°C wurden die 800m-Läufe abgesagt und auf den 10.09. nach Westerburg verlegt. Die Beteiligung war im Vergleich zum Vorjahr erschreckend schwach, was aber z. T. auch dem neuen Wettkampfprogramm der Kinderleichtathletik zu verdanken ist. Leider kamen nicht alle Vereine ihrer Verpflichtung Kampfrichter zu stellen nach, so dass immer wieder Betreuer die Engpässe überbrücken mussten. 
Die LG Brechen war heuer mit einem vergleichsweise kleinen Team dabei. Leider lag die Erfolgsquote von fünf Titeln und vier Vizemeisterschaften deutlich unter der von 2013. Trotz allem konnten die meisten Athleten wieder Bestleistungen und unerwartete Steigerungen erzielen. Schließlich werden nach dieser Meisterschaft auch die Qualifikanten für den Regionalen Schülervergleichskampf in Bruchköbel nominiert.



Mit überzeugenden Resultaten wartete Carolin Rohletter (W15) auf. Im 100m-Finale sprintete sie bei heftigem Gegenwind 15,02 Sek. (Jahresbestzeit), im Weitsprung landete sie als Dritte bei 4,47 m (persönliche Best -leistung) und im Kugelstoßen holte sie sich mit einer tollen Steigerung auf 7,24m die Vizemeisterschaft.

Den einzigen Titel der W14 erkämpfte sich Jule Zimmermann. Sie gewann den 80m-Hürdenlauf mit neuer persönlicher Bestzeit von 14,44 Sek. Dazu belegte sie im 100m-Finale (14,77 Sek.) im Hochsprung (1,30m) und im Weitsprung (4,05m) jeweils Rang vier. Beim Speerwerfen steigerte sie ihre Hausmarke auf 16,75m (6.). Chiara Stillger wusste mit zwei Bestmarken (Platz drei im Kugelstoßen mit 8,25m und Platz vier im Speerwerfen mit 20,38m) zu überzeugen. Auch Sarah Trost kommt nach längerer Trainings- und Wettkampfpause immer besser in Form: persönliche Bestleistung im Hochsprung mit 1,30m (5.) und im Speerwerfen 19,53m (5.). Dazu kam noch ein vierter Platz im Kugelstoßen mit 6,39m. Geraldine Kohl konnte als Siebte ihre Hausmarke im Hochsprung auf 1,30m steigern. Die gleiche Platzierung erreichte sie im Weitsprung (3,34m). Im 100m-Finale kam sie nach 16,42 Sek. ins Ziel (5.).

Erfolgreichste Teilnehmerin der LG war Janina Friedrich (W13). Mit ausgezeichneten 10,39 Sek. im 75m-Finale war sie nicht zu schlagen (Vereinsrekord). Dazu kam ein unerwarteter Sieg bei ihrem Kugelstoßdebüt mit mit 6,74 m. Knapp dahinter wurde ihre Vereinskameradin Carlotta Frei Vizemeisterin. Auch sie feierte mit 6,64 m ihren Einstand. Pech hatte Janina allerdings im Weitsprung. Nach fünf ungültigen Versuchen musste sich die Favoritin mit 4,00 m unter Wert geschlagen geben (Rang fünf). 

Durch die Hitze indisponiert konnte Fatima Kargbo (W12) nicht an ihre bisherigen Sprintleistungen anknüpfen. Im 75m-Finale erkämpfte sie sich mit Mühe den zweiten Platz in 11,02 Sek. (bisherige Bestzeit: 10,38 Sek.). Erfreulich von Brecher Seite war, dass sich auch Daria Stich und Neuzugang Jule Straub für den Endlauf qualifiziert hatten. Daria überzeugte als Dritte in 11,04 Sek., Jule gab mit 11,75 Sek. (6.) ihr Debüt. Im Weitsprung musste sich Fatima mit nur einem Zentimeter Rückstand auf die Siegerin geschlagen geben (persönliche Bestleistung mit 4,01m). Daria steigerte sich als Fünfte auf 3,73 m, traf aber nie genau den Balken. Jule setzte mit 3,69 m und Rang sieben eine erste Hausmarke. Eine Überraschung gab es dann im Kugelstoßen. Fatima wuchtete das Gerät trotz ihrer Kreislaufprobleme auf erstaunliche 6,48 m und holte sich den Titel. Daria war bei ihrem ersten Stoßen mit 5,58 m und Rang vier zufrieden, ebenso wie Jule, die auf 5,29 m kam (Platz fünf). Im 200g-Ballwerfen erkämpfte sich Jule mit 25,50m die Bronzemedaille, dicht gefolgt von Fatima (24,50 m).

Den einzigen Titel unter den männlichen Teilnehmern der LG Brechen holte sich Miles Schmitt im Speerwerfen der M14 mit erstaunlichen 26,29 m. Dazu stand er im Kugelstoßen (6,07m) als Dritter auf dem Treppchen. Ebenfalls Bronze sicherte sich Finn Schuhmacher im Hochsprung der M13. Er übersprang 1,25m und überquerte im 75m-Endlauf als Sechster (11,90 Sek.) die Ziellinie.

Die beiden jüngsten Teilnehmerinnen starteten in der Klasse W10. Ida Renninger verfehlte mit 2,94m die 3m-Marke nur knapp (persönliche Bestweite) und Amelie Krumpholz warf den Schlagball mit 21,50m so weit wie noch nie.