Niederselters

Zum ersten Mal seit vier Jahren wurden in Niederselters wieder einmal Kreismeisterschaften für die Blockfünfkämpfe in heimischen Gefilden angeboten. Diese Mehrkämpfe, die es nur für die Klassen von 12-15 Jahren gibt, waren seinerzeit wegen Teilnehmermangel mit anderen Kreisen zusammen-gelegt und stets außerhalb der Kreisgrenzen durchgeführt worden. In diesem Jahr hat sich die LSG Goldener Grund bereit erklärt in Zusammenarbeit mit dem LA-Kreis das Wagnis der Ausrichtung einzugehen.

Mit 67 Teilnehmer/innen war die offene Veranstaltung auf dem Sportgelände am Schwimmbad überraschend gut besucht. Auch der Wettergott spielte mit und bei herrlichem Sonnenschein herrschten ideale Bedingungen.

Von der LG Brechen traute sich nur Finja Lohmann (W12) an die Herausforderungen des Blockwettkampfes heran. Bei diesen Mehrkämpfen gibt es drei Kategorien, von denen sich die Athleten/innen eine heraussuchen können. Drei Disziplinen sind bei allen Blöcken gleich, nämlich Sprint, Weitsprung und Hürdenlauf. Beim Block „Lauf“ kommen noch Ballwerfen und eine Mittelstrecke dazu. Der Block „Sprint/Sprung“ wird mit Hochsprung und Speerwerfen ergänzt und der Block „Wurf“ wird mit Kugelstoßen und Diskuswerfen vervollständigt. Die Sportler/innen suchen sich in der Regel den Block heraus, deren Disziplinen ihnen am besten liegen und bei dem sie die meisten Punkte erreichen können.

Finja absolvierte den Block Sprint/Sprung. Beim Weitsprung musste sie erstmals vom Balken abspringen. Dieses Problem konnte sie nach einem ungültigen Versuch aber mit persönlicher Bestleistung vom 3,60m meistern. Beim 75m-Sprint „verschlief“ sie allerdings den Start. Daher war sie auch mit ihrer Zeit nicht zufrieden (12,64 Sek.). Bei ihrem ersten 60m-Hürdenlauf kam sie zwischenzeitlich etwas aus dem Rhythmus, weil sie zu dicht an die Hindernisse heran lief. Durch einen geschickten Schwungbeinwechsel konnte die Brecher Nachwuchsathletin aber einen Sturz vermeiden. Im Ziel zeigten die Uhren für ein Debüt respektable 14,70 Sek. Der Hochsprung lief für sie zufriedenstellend. Nachdem sie 1,16m überquert hatte, scheiterte sie nur knapp an 1,20m. Bei ihrem ersten Wettkampf mit dem sperrigen 400g-Speer überraschte Finja mit 16,34 m.  Diese Disziplin scheint ihr zu liegen. In der Endabrechnung hatte sie 1612 Punkte auf ihrem Konto (Vereinsrekord) und wurde Vierte.