Rennsteiglauf

46. Guths-Muths-Rennsteiglauf – 26.05.2018

Marathon

849. Ges. / 50. AK M50   Roth, Andreas  LG Brechen 4:24:16 h

850. Ges. / 23. AK W35   Strube-Dies, Carina  LG Brechen 4:24:18 h

Ergebnisse

Glückwunsch an unsere beiden Finisher beim Traditionslauf auf dem Höhenweg des Thüringer Waldes. Andreas kehrt nach einigen Verletzungen auf die geliebte Marathonstrecke zurück.

Hier sein eigener Rückblick auf den Start beim Rennsteiglauf:

Nach 4 Jahren verletzungsbedingter Abwesenheit wollte ich in diesem Jahr unbedingt wieder am Rennsteig-Marathon teilnehmen.

Aufgrund der kurzen und eher dürftigen Vorbereitung, nur 3 längere Trainingsläufe und auch nicht viele kurze Einheiten, war es sicher gewagt, aber ich habe mich dann doch kurzfristig angemeldet. Mein insgesamt 8.Start beim Rennsteiglauf (7xMarathon, 1xSupermarathon)

3400 Starter auf der Marathonstrecke sangen und schunkelten kurz vor dem Start in Neuhaus am Rennweg bei strahlendem Sonnenschein zu den Klängen vom Rennsteigliedund Schneewalzer. Super Stimmung bei Sonne und 17 Grad. Dann ging´s los.

Ich hatte geplant, im Schnitt von ca. 5:30 – 5:35 min/km zu laufen, um am Ende irgendwie unter 4 Stunden zu bleiben. Das primäre Ziel war aber, überhaupt anzukommen, egal welche Zeit. Immerhin galt es, 765 Höhenmeter zu bewältigen.

Die ersten 15km liefen flüssig, aber dann merkte ich schon, dass ich heute irgendwie kraftlos war. Beim Anstieg zum höchsten Punkt der Strecke bei der Turmbaude Masserberg (km 18) musste ich zum ersten Mal gehen. Auch beim nächsten Anstieg konnte ich nicht durchlaufen. Zeitlich war ich bei der Hälfte noch im Plan (1:58), aber da wusste ich schon, dass es mit unter 4 Stunden nichts wird. Also nur noch irgendwie durchkommen. Nun hieß es: Auf flacher Strecke und bergab laufen, an den Steigungen gehen.

So oft war es aber nicht mehr flach. Bei km 30,5 dann das steilste Stück. Hier geht fast jeder. Irgendwie hoch und weiter.  Bei km 35 dann überflüssigerweise mit Magenproblemen in die Büsche. Weiter.

Kilometerabschnitte von 7-8min waren jetzt keine Seltenheit. Wellig ging es weiter bis Schmiedefeld. Immer laufend und gehend im Wechsel. Dann noch der ca. 600m lange Schlussanstieg, wo man von den Zuschauern hochgebrüllt wird, und dann ist das „schönste Ziel der Welt“ erreicht. In 4:24,16 Stunden der langsamste und sicher härteste meiner inzwischen 44 Marathonläufe.

Völlig entkräftet hatte ich danach ca. 1 1/2 Stunden lang mit leichten Kreislaufproblemen zu kämpfen, dann war aber alles wieder ok. Nach leckerer Thüringer Bratwurst und einem kalten Köstritzer Schwarzbier waren die Kräfte wieder halbwegs hergestellt.

Fazit: Hauptsache geschafft. Ohne erneute Verletzungen. Zeit egal. Wie jedes Jahr hat es sich trotz der Qualen gelohnt, mitzulaufen. Bombenstimmung, Super-Organisation, superschöne, anspruchsvolle  Strecke und dazu tolles Wetter, vielleicht ein bisschen zu warm.

Nächstes Jahr auf ein Neues! Dann vielleicht beim Super-Marathon!